Statement

FATEN.EL

 

Spoken Word Künstlerin. Autorin

FATEN.EL

 

Spoken Word Künstlerin. Autorin

Sei eine Stimme, kein Echo.

 

Ich bin Künstlerin.

Ich greife zum Stift

und erhebe die Stimme

für viele.

 

Ich stelle mich hin mit nichts als einem Stück Papier. Und manchmal nicht mal das. Ich spreche. Spreche so, wie man mich das lehrte. Selbstbewusst mit lauter Stimme. Spreche nicht für alle, doch für viele. Ich spreche über das, was man mich in der Schule und im Studium lehrte. Über Rechtsstaatlichkeit und Demokratie, über Meinungs- und Religionsfreiheit, über Toleranz und den Dialog zwischen den Religionen und Kulturen, über Menschen.

 

Ich bin Künstlerin.

Ich spreche in Reimen

über Dinge auf der Welt,

die alles andere als zusammengereimt sind.

 

Meine Texte sind keine Märchen aus 1001 Nacht. Und meine Verse sind keine Pfeile, mit denen ich angreifen will. Meine Verse sind das Schutzschild, mit denen ich mich verteidige. Kunst kann Aktion und Reaktion sein. Ich reagiere und agiere zugleich. Kunst kann Waffe zum Angriff und zur Verteidigung sein. Mit Worten reagiere ich auf das Unrecht, egal wo es auf der Welt geschieht, weil alles andere mir verwehrt wird. Und jetzt will man mir auch das bloße Wort nehmen? Welche legitime Form der Anklage bliebe mir dann, um vergangene und gegenwärtige Wunden sichtbar zu machen? Um verschiedene Stimmen hörbar zu machen, die man sonst nicht hört oder hören will? Hat man das uns nicht gelehrt? Kritisch zu hinterfragen und eine Meinung zu haben?

 

Nichts anderes mache ich in meinen Gedichten und Texten.

 

Ich bin Künstlerin.

Ich wandele Wut in Worte um

und baue damit langsam Brücken

über die wir gemeinsam gehen können.

 

Ein Künstler genießt Künstlerfreiheit, auch dann, wenn seine Meinung nicht der von anderen entspricht. In Art. 5 Abs. 3 GG ist die Freiheit der Kunst grundrechtlich geschützt. Sie unterliegt keinem Gesetzesvorbehalt. Eine verfassungsrechtliche Definition von Kunst fehlt. Das Bundesverfassungsgericht stellte aber fest: „Das Wesentliche der künstlerischen Betätigung ist die freie schöpferische Gestaltung, in der Eindrücke, Erfahrungen und Erlebnisse des Künstlers durch das Medium in einer bestimmten Formensprache zur unmittelbaren Anschauung gebracht werden.“

 

Ich bin Künsterlin.

Aber mehr noch bin ich Mensch.

 

Jeder Mensch hat das Recht anzuklagen und auf Missstände hinzuweisen. Unabhängig von der Nationalität. Das sind keine Sonderrechte. Dahinter steckt vielmehr eine ethische Verpflichtung. Empathie und Menschlichkeit sind mein Ansporn, wenn ich mit meinen Texten für Demokratie und Toleranz, Verständigung zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen, gegen Rassismus jeglicher Art und gegen Denken in Schwarz-Weiß-Mustern eintrete. Der Künstler ist, wie Picasso sagte, „ein Sammelbehälter von Empfindungen“. Und diese Empfindungen verstecke ich nicht. Ich gebe ihnen eine Form und trage sie hinaus.

 

Sei eine Stimme,

kein Echo

sei ein Held

und verbesser'

die Welt

denn sie braucht Dich.

 

Sei nicht blind

für das Schlechte

sei Mensch genug

und verbesser'

die Welt

denn sie braucht Dich.

 

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Faten El

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